Okay, ganz ehrlich? Ich dachte lange, ein schnell gemachter Cheesecake kann gar nicht so gut sein. So einer, den man in unter 20 Minuten zusammenrührt, ohne Boden, ohne fancy Zutaten, ohne großes Drama. Klang für mich eher nach: „Sieht aus wie Kuchen, schmeckt wie Proteinbar.“
Aber dann kam dieser hier. Und ich sag’s direkt: Ich hab mich geirrt.
Es fing harmlos an: Ich hatte Magerquark, Eier, zu viel Energie und diese zwei unfassbar schönen Rhabarberstangen, die mich im Supermarkt angelächelt haben, als wollten sie sagen: „Mach was aus uns, das niemand erwartet.“ Gesagt, getan.
Der Plan war, etwas zu backen, das nach Dessert schmeckt, aber auch so proteinreich ist, dass man’s mit halbwegs reinem Gewissen essen kann. Spoiler: Hat funktioniert. Der Cheesecake ist cremig, leicht säuerlich, nicht zu süß und so schön strukturiert, dass er fast wie eine Kunstausstellung in Backform aussieht – besonders wenn du die Rhabarberstreifen als Basis einlegst und optional noch Streusel draufwirfst. Die machen aus dem Kuchen übrigens so eine Art „Crumble, aber mit Diplom“.
Das Rezept ist fast schon verdächtig simpel – ein paar Basics, ein bisschen Rhabarber, kurz backen, lange kühlen. Und genau das ist der Trick: Die wahre Magie passiert im Kühlschrank. Wenn du ihm die Zeit gibst (ja, das heißt: nicht direkt heiß aus der Form löffeln), verwandelt er sich in ein cremiges, frisches, leicht säuerliches Dessert. Die Textur wird stabil, die Aromen verbinden sich und du wachst auf und hast Cheesecake im Kühlschrank. Was will man mehr?
Du kannst das Ganze auch ganz ohne Streusel machen, aber let’s be honest – es sind Streusel. Wer sagt da nein?
Ich hab ihn mittlerweile schon dreimal gemacht, immer ein bisschen variiert – mal mit Streuseln, mal ohne, mal mit extra Rhabarber obendrauf. Funktioniert alles. Und falls du noch zweifelst: Vertrau dem Prozess. Es lohnt sich.
Also: back das Ding, lass es ruhen, sei stolz auf dich – und bitte poste ein Bild, wenn du’s geschafft hast, nicht direkt die halbe Form noch warm rauszulöffeln. Ich glaub nicht, dass ich’s könnte.

Gesund, cremig, frühlingsfrisch – mit optionalen , nicht so optionalen Streuseln!
Ergibt: ca. 10 Stücke
Zubereitungszeit: 15 Min.
Backzeit: 15–30 Min. (je nach Ofen und Backform)
Kühlzeit: mind. 8 Stunden
Video-Tutorial:
Zutaten
Cheesecake-Basis:
- 700 g Magerquark
- 40 g Vanille-Puddingpulver oder Speisestärke
- 2 Eier
- 40 g Süße (z. B. Erythrit, Stevia oder Zucker)
- 30 ml Milch, Pflanzenmilch oder Wasser
- 1 TL Vanille-Essenz
- ca. 350 g Rhabarber (ca. 2 Stangen)
(Optional) für Streusel:
- 20 g zimmerwarme Butter
- 50–60 g Hafermehl oder Mehl nach Wahl
- 30 g kristalline Süße (z. B. Erythrit, Zucker, etc.)
Zusätzlich:
- rechteckige (25 × 11 cm oder 30 × 11 cm) oder quadratische Backform (24 × 24 cm)
Zubereitung
1. Vorbereitung
- Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Backform mit Backpapier auslegen oder leicht einfetten.
2. Rhabarber vorbereiten
- Rhabarber schälen.
- Mehrere längere Stücke passend zur Form zuschneiden und beiseitelegen (diese bilden später die unterste Schicht).
- Den restlichen Rhabarber in kleine, mundgerechte Stücke schneiden.
3. Cheesecake-Masse anrühren
- In einer großen Schüssel:
Quark, Puddingpulver (oder Stärke), Eier, Süße, Milch/Wasser und Vanille-Essenz mit dem Schneebesen glatt rühren. - Die kleinen Rhabarberstücke unterheben.
4. Kuchen schichten
- Die vorbereiteten Rhabarberstreifen gleichmäßig auf den Boden der Backform legen.
- Die Quarkmasse vorsichtig darüber geben und glatt streichen.
5. Optional: Streusel zubereiten
- Butter, Mehl und Süße in einer separaten Schüssel mit den Händen zu Streuseln verarbeiten.
- Diese locker über den Kuchen streuen.
6. Backen
- Den Kuchen für 15–30 Minuten backen, je nach Ofentyp und Backform.
- Die Mitte darf noch leicht wackeln – das sorgt später für eine cremige Konsistenz.
7. Abkühlen & Kühlen
- Den Kuchen vollständig abkühlen lassen.
- Anschließend mindestens 8 Stunden, idealerweise über Nacht, im Kühlschrank durchziehen lassen.
Tipp für die Coolen: Der Kuchen lässt sich auch lauwarm anschneiden – aber erst nach dem Kühlen entfaltet sich die volle Cheesecake-Magie. Geduld = Geschmack.




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